Ziel war der realitätsnahe Aufbau und Betrieb eines vollständigen Bereitstellungsraums 500 (BR500) – einer mobilen und autarken Struktur zur Versorgung von bis zu 500 Einsatzkräften bei länger andauernden Großschadenslagen.
Die Teilnehmenden arbeiteten gemeinsam an allen Aspekten eines funktionierenden Feldlagers – von Aufbau, Versorgung, Infrastruktur und Führung bis hin zum geordneten Rückbau.
Der THW-Ortsverband Emmendingen war mit 14 Helferinnen und Helfern sowie umfangreicher Technik vor Ort. Eingesetzt wurden:
Fachzug Führung und Kommunikation (FK): FüKomKW mit Anhänger FüLa, FmKW, MTW Fachgruppe K, PKW FZ FK
Fachgruppe Elektroversorgung (FGr E): LKW Lbw mit Anhänger NEA 175 kVA, GW E mit Anhänger NEA 80 kVA
Insgesamt wurden im Verlauf durch die Teilnehmer des Workshops:
- 72 Zelte mit 384 Feldbetten aufgebaut
- 1,5 km Strom-, Licht- und Heizkabel verlegt
Täglich rund 300 Liter Diesel zur Energieversorgung verbraucht
Bereits am ersten Wochenende wurde durch den Fachzug FK die Führungsstelle aufgebaut, betrieben und über die gesamte Zeit technisch betreut. Zeitgleich erfolgte der Aufbau der Zeltunterkünfte sowie die Einrichtung von Strom, Beleuchtung und sanitären Anlagen in Zusammenarbeit mit anderen Ortsverbänden. Das 175 kVA-Notstromaggregat der FGr E aus Emmendingen spielte eine zentrale Rolle in der Stromversorgung des Lagers.
Der offizielle Start des Workshops bot vielfältige Lernfelder zu Struktur, Logistik und Organisation eines Feldlagers.
Am zweiten Wochenende übernahmen Zugführer Sven Ankermann und Sachgebietsleiter Eric Mühle die Leitung des Workshops „Führung – Schwerpunkt Kommunikation“. Auch die weiteren Helferinnen und Helfer des OV Emmendingen waren erneut eingebunden und wirkten weiterbildend aktiv in verschiedenen Workshop-Einheiten mit.
Derartige Strukturen wie der BR500 kommen in der Praxis z. B. bei Waldbränden oder lang andauernden Katastrophenlagen zum Einsatz – nicht nur zur Unterbringung von THW-Kräften, sondern auch für Feuerwehr, DRK und andere Organisationen. Sie erfordern höchste logistische Koordination, fachliche Expertise und interorganisationales Teamwork.
Abgeschlossen wurde der Basecamp-Workshop mit einem gemeinsamen Rückbau der Führungsstelle und der Heimfahrt im geschlossenen Verband nach Kenzingen zum Ortsverband Emmendingen.
Parallel zum Einsatz unserer Einheiten war auch unser Fachberater Andreas Fleig auf Einladung des Landesverbands Baden-Württemberg in Karlsruhe vor Ort. Im Rahmen einer rund zweistündigen Führung, geleitet von Referatsleiter Einsatz Herrn Sandmann, erhielt er einen umfassenden fachlichen Einblick hinter die Kulissen der Ausbildungsübung und der logistischen Abläufe rund um den Bereitstellungsraum 500 (BR500) – vom Zeltlager über die Stromversorgung bis hin zu den Führungsstrukturen.